STUMPFVORBEREITUNG
Grenze der Materialstärke ist 0,4 mm, sowohl beim System Precident von DCS, als auch beim System Cercon von DeguDent. Davon sollen wir das Wort Grenze bemerken. Es ist nicht angemessen, mit der Maschine sowie aus den Materialien einen schmaleren Kronenteil auszubilden. Diese Grenze sollte nicht überschritten werden, bis auf die empfindlichsten Halsgebiete. Wenn wir versuchen, immer an der Grenze zu lavieren, dann wird die Wahrscheinlichkeit des Misserfolges viel größer. Obwohl Titan und Zirkon sehr harte Materialen sind, alles ertragen sie doch nicht. Wir haben bereits Tausende von Kronen mit einem Kronenteil von 0,4 mm und mit einem Halsteil von 0,6-1,0 mm für tangentiales Schleifen angefertigt. Auch dies beweist, dass es zum Gebrauch des Systems – im Gegenteil zur Presskeramik – die Stützung auf einer gefrästen Schulter nicht unerlässlich notwendig ist.
Wenn wir eine Schulter gestalten und eine schöne Krone bekommen möchten, dann ist eine 1,0 mm starke Schulter zu bilden. Das besteht aus 0,05 mm Kleber, 0,4 mm Gerüst, 0,5 mm Opaker, Dentin und Stärke des Glanzbrandes. Natürlich muss man auf den eher sichtbaren Kronenteilen eine dickere Opakerschicht und zur Wiedergabe der tieferen Farben eine dickere Dentinschicht und transparentes Glanzporzellan auflegen.
Die empfohlene Stärke ist mindestens 1,5 – 2,0 mm. Wenn wir gefärbte Zirkonblöcke benutzen, ist es auch nicht ratsam, an der Stärke des Legierungsporzellans zu sparen, weil das Farbtonspiel der Zähne in einer minderen Stärke nicht reproduzierbar ist.
Die Schulter kann die Form eines Kreisbogens oder die eines stumpfen Winkels haben.
Wenn wir an die bereits erwähnte Koten (Kartografie) denken, ist es zu sehen, dass ein größerer Bogen durch mehr Linien als ein kleinerer konstruiert wird, so ist die Ausgestaltung für die Maschine auch leichter. Es ist also zu empfehlen, die Schultern in Form von Kreisbogen zu schleifen.
Wichtig ist die Konizität der Oberflächen. Der abtastende Laserstrahl kommt linear aus einer Richtung. Die oben genannten Koten soll man auf den Mantel aufzeichnen können. Wenn sie nahezu parallel sind, können sie vom Scanner nicht gut wahrgenommen werden, da er keinen Unterschied zwischen den räumlichen Lagen der zwei abgetasteten Punkte machen kann. Wieder wird die unterste Grenze angegeben: 2 bis 3°, die wir, wenn wir gute und genaue Arbeit leisten möchten, nicht überschreiten sollten. Wir sollen nicht nur den Techniker, sondern auch die Maschine in Ruhe arbeiten lassen. In mehreren Scannern gibt es bereits zwei Kameras, wo sie sehen, dass sie untergehende Stellen nicht sehen. Das wird als Fehler auf dem Bild markiert, was man während der Planung einkalkulieren kann.
Der Fräsedurchmesser zur Ausarbeitung des Kroneninneren beträgt 1 mm. Zur Arbeit ist wieder mindestens 1,2 mm Platz nötig. Wenn der Stumpf klingenartig schmal endet wie zum Beispiel beim unteren Schneidezahn – oder es Ecken und Winkel gibt, sucht und erreicht die Maschine den äußersten Punkt durch die benötigte Verstärkung der unterliegenden Stellen. Das wird nur dann zum Problem, wenn der Sturzwinkel darunter genau auf Minimum steht, denn er wird verschwinden, wenn der Rand verstärkt wird. Es sollten immer abgerundete Linien und überall mindestens 1,2 mm Stärke erreicht werden.
Das Einkleben der Kronen
Gewöhnliche Klebetechnologie oder Adhäsivtechnologie mit klassischen oder Glasionomer-Zementen? Die Antwort kommt darauf an, ob das Gerüst an jeder Stelle eine feste, genaue Belastungsübertragung erfordert, oder ob es hart und stark genug ist, um die Kaubelastung auf seiner Oberfläche zu verteilen und gleichmäßig auf die ganze Oberfläche des Pfeilers zu übertragen. Die Biegungsfestigkeit der Presskeramik ist nicht ausreichend, um allein der Kaubelastung zu widerstehen. Das Titan oder der polykristalline Zirkon – auch gefärbt – ist stark genug, um die Kaubelastung zu tragen. Achtung! Es ist nicht alles polykristalliner Zirkon, was weiß ist. Gerüstmaterialen mit glasinfiltriertem Aluminiumoxid- oder Zirkonoxidgehalt sind zwar Vollkeramiken, doch kann es vorkommen, dass sie keine hohe Biegungsfestigkeit sichern. Vor der Bestellung sollten Sie sich bei dem Hersteller über die dazu geeignete Klebetechnologie informieren.
Der Zirkon ist säurefest, d.h. dass seine Oberfläche nicht mit Ätzung abgeraut werden kann. Bindemittel von glasinfiltrierten Keramiken ist das Glas, das aber geätzt werden kann. Bei der Anwendung der korrekten Adhäsivtechnologie soll auch diese Tatsache in Betracht gezogen werden.